Ich habe mir KI-Merchandising angesehen. Schwarze Shirts. „AI“ auf der Brust. Ein Gehirn. Ein paar Schaltkreise. Fertig.

Das meiste sieht aus wie Werbegeschenk für einen Kongress: austauschbar, erwartbar, nach drei Wäschen egal. Als hätte jemand „KI-Shirt“ eingegeben, das erste Ergebnis genommen und Feierabend gemacht.
Dabei liefert KI genug Stoff für gute Motive. Alles wäre cooler und/oder lustiger.
Stattdessen: Gehirn plus Platine. Leuchtende Datenpunkte. Noch ein Roboterkopf. Die Bildsprache ist so verbraucht, dass man den Markennamen austauschen kann, ohne das Shirt neu zu gestalten.
Ein „AI“-Schriftzug ist kein Design. Er ist ein Etikett.
Auch meine Collage zeigt genau diese Motive. Sie macht das Problem sichtbar: Produkte gibt es. Eine eigenständige Idee fehlt oft.
Ich will ein KI-Shirt tragen, weil es gut gestaltet ist. Nicht, weil es dem Raum mitteilt, dass ich schon einmal von künstlicher Intelligenz gehört habe.
Wo ist das Merch, das den KI-Alltag trifft: nützlich, schräg und gelegentlich komplett daneben?
Ich warte.
Aber bitte ohne leuchtendes Gehirn.
Das Motiv gehört dem Neuromarketing. 🙂