Jetzt haben wir also „FOW“: Fear of Writing. Menschen schreiben Texte und haben anschließend Angst, dass irgendein AI-Detector behauptet, sie hätten sie gar nicht geschrieben. Andy Betts beschreibt im Search Engine Journal sehr schön, wie absurd das inzwischen ist: Derselbe menschlich geschriebene Text wird je nach Tool als 100 Prozent KI, 50 Prozent KI oder menschlich bewertet. Selbst Texte aus der Zeit vor ChatGPT werden als KI-generiert erkannt.

Die falsche Frage
Warum wollen wir unbedingt wissen, ob schlechter Content von einer KI oder einem Menschen stammt? AI Slop ist nervig, aber Human Slop genauso. Für den Lesenden ist das Ergebnis ohnehin dasselbe: generische Aussagen, Wiederholungen, viel Text, wenig Substanz und Lebenszeit, die nicht zurückkommt.
Ein Vorschlag: Ugly Content Detection
Ich wäre deshalb für eine neue Produktkategorie: Ugly Content Detection. Egal, wer was geschrieben hat, ein knallharter Check nach vier Kriterien:
- Ist da überhaupt ein Gedanke drin?
- Ist es korrekt?
- Gibt es eine eigene Perspektive?
- Kann man daraus etwas lernen?
Vielleicht sollten wir also weniger Human vs. AI erkennen und mehr Good Content vs. Ugly Content. In der Weiterbildung ist das übrigens längst die relevantere Übung: Meine Teilnehmenden lernen nicht, KI-Texte zu tarnen, sondern Texte zu beurteilen, egal woher sie kommen. Wer baut den Detector?
Lesenswert: Andy Betts im Search Engine Journal
Dieser Beitrag ist die ausführliche Fassung meines LinkedIn-Posts. Diskussion und Ergänzungen gern dort oder über das Kontaktformular.
Wie sich Content-Arbeit durch KI verändert, ordnet KI im Marketing ein.